Fabrik SALZMANN & COMP. Kassel / Pressearchiv / HNA online / 05.01.2016 |
Eigentümer soll im Januar Denkmal für 100.000 Euro sichern |
Im August 2015 war mit dem Rückzug der BHB Bauwert Holding der geplante Bau von 450 Wohnungen auf dem Salzmann-Areal an der Sandershäuser Straße gescheitert. Der Zustand der mehr als 100 Jahre alten Ziegelbauten hat sich seit dem Auszug der letzten Mieter 2013 dramatisch verschlechtert. Die leer stehenden Gebäude sind durch Vandalismus sowie Metalldiebe verwüstet, Fenster und Türen sind zerschlagen. Um die Bausubstanz zu sichern, soll Rossing Fenster und Türen, das Mauerwerk sowie die Dachverglasung so abdichten, dass dauerhaft kein Regen und Schnee eindringen kann. Die Stadt sieht die Gefahr, dass ein bedeutendes Stück Kasseler Geschichte als Abrissschutt enden könnte. Das sagt das Regierungspräsidium Das Regierungspräsidium Kassel (RP) hatte Salzmann-Eigentümer Dennis Rossing zum einen aufgefordert, den Bauschutt aus dem Teilabriss der Industrieanlage zu entsorgen. Weil er dies nicht tat, hat ihm das RP angedroht, die Entsorgung selbst zu beauftragen und die Kosten in Rechnung zu stellen. Das aus Pfändungsverfahren des Finanzamtes bei Rossing erlöste Geld werde dafür eingesetzt, den Schutt nach und nach abzutransportieren, so RP-Sprecher Michael Conrad. „Wir wollen dafür ja kein Steuergeld verwenden“, so Conrad. Zudem wirft das RP Rossing vor, bei Salzmann eine illegale Mülldeponie zu betreiben. Es handele sich um Sonderabfall, der seit über einem Jahr nicht abtransportiert werde. Gegen beide Verfügungen des RP gehe Rossing juristisch vor, so der RP-Sprecher. Dies habe aber keine aufschiebende Wirkung für die Anordnungen, weil deren Sofortvollzug gefordert wurde. |