Fabrik SALZMANN & COMP. Kassel / Pressearchiv / 01.10.2007


Pos1

Einstimmig für Multihalle
Klare Zustimmung der Kasseler Stadtverordneten für Projekt auf Salzmanngelände


Von Thomas Siemon

kassel. Gestern Abend haben die Kasseler Stadtverordneten eindrucksvoll demonstriert, dass sie die Multifunktionshalle auf dem ehemaligen Salzmanngelände in Bettenhausen wollen. Sie votierten einstimmig dafür, die Pläne des Investors voranzutreiben. Der Magistrat soll jetzt weitere Verhandlungen mit der Bad Hersfelder Rosco GmbH zur Realisierung führen. Der gehört das Areal bereits.

Rosco will rund 40 Millionen Euro in eine Multihalle investieren. Die Arena mit insgesamt 9000 Zuschauerplätzen soll zwischen den denkmalgeschützten Gebäuden errichtet werden. Das Eishockey-Team der Kassel Huskies und die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen sollen hier spielen, zudem sind bis zu 50 weitere Großveranstaltungen pro Jahr vorgesehen. Wenn alles nach Plan läuft, kann die Halle im Frühjahr 2010 stehen.

Sprecher aller Fraktionen machten deutlich, wie wichtig die Halle für Sport, Kultur, die regionale Wirtschaft und die Stadtteilentwicklung in Bettenhausen ist. "Wir könnten damit den Kasseler Osten enorm aufwerten", so Wolfgang Decker für die SPD. Dieter Beig (Grüne) sprach sich ebenso wie Marlis Wilde-Stockmeyer (Linke) dafür aus, Fragen wie die Verkehrsanbindung und den Lärmschutz für die Anwohner schnell zu klären.

Zu einem Seitenhieb auf Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) nutzte Dr. Norbert Wett (CDU) die Debatte. Er warf Hilgen vor, für das Scheitern der Multihallen-Pläne auf den Giesewiesen mitverantwortlich zu sein. Dadurch habe man unnötig Zeit verloren.

Bertram Hilgen wollte das so nicht stehen lassen. Die Stadt sei weder Investor noch Betreiber der Halle und sei auch nicht bereit, sich finanziell am Betreiberrisiko zu beteiligen. Auf eine solche Forderung habe man nicht eingehen können.

Die teilweise hitzige Debatte löste bei Frank Oberbrunner (FDP) nur Kopfschütteln aus. "Die Bürger wollen eine klare Perspektive für Salzmann", sagt er. Ein Nachkarten, wer für das gescheiterte Projekt auf den Giesewiesen verantwortlich sei, bringe niemandem etwas.

Auf Antrag der Linken beschlossen die Parlamentarier, dass das derzeitige kulturelle Angebot bei Salzmann erhalten werden soll. Diesen Auftrag bekam der Magistrat mit auf den Weg in die weiteren Gespräche

hna online, 01.10.2007